Urlaubstageberg sächsischer Polizisten reicht für eine Woche Urlaub für jeden

Die Polizisten in Sachsen haben insgesamt 75.691 Urlaubstage ins Jahr 2017 vom Vorjahr übernommen. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um über 20.000 – ins Jahr 2016 wurden 54.523 Urlaubstage übernommen. Das teilte die Staatsregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage von AfD-Landtagsabgeordneten und Polizisten, Sebastian Wippel, mit. (Drs. 6/7791). Der Fragesteller erklärt dazu:

„Eigentlich müssten die gesamte sächsische Polizei, wirklich jeder Beamte, von Knall auf Fall eine Woche Urlaub machen und die Arbeit einstellen. Denn im Schnitt stehen den Polizisten eine Woche Resturlaub aus dem Vorjahr zu. Verbrechen hätte in Sachsen plötzlich Hochkonjunktur. Wird es dazu kommen? Natürlich nicht – weil Polizisten im Freistaat pflichtbewusst ihre Arbeit machen, auch wenn sie aufgrund von Überstunden und fehlendem Urlaub auf dem Zahnfleisch kriechen.

Die dünne Personaldecke lässt Urlaub und Überstundenabbau nicht zu. Das eigentlich gute Instrument des Ansparurlaubs, also nicht genommenen Urlaub anzusammeln, wird von CDU-Innenminister Ulbig gnadenlos ausgenutzt, um die desaströse Personalpolitik zu kaschieren. Die Antworten auf meine Anfrage sind der beste Beweis für die Richtig- und Wichtigkeit der AfD-Forderung, statt den 1.000 Beamten zusätzliche 2.000 einzustellen!“

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