Unterscheiden sächsische Medien zwischen ‚guter‘ und ‚schlechter‘ Gewalt gegen Politiker?

Heute erschienen in den sächsischen Medien mehrere große Berichte, dass SPD-Chef Dulig über einen Online-Händler ein Plastik-Spielzeuggewehr zugeschickt wurde. Die aktuelle Farbattacke auf das Wohnhaus des AfD-Kommunal-Politikers Michael Kater fand dagegen wie so oft keine Zeitung berichtenswert.

Jörg Urban, AfD-Fraktions- und Parteivorsitzender, erklärt:

„Die AfD hat immer wieder betont, dass sie Bedrohungen und Gewalt im politischen Diskurs scharf verurteilt. Bei vielen Medien habe ich allerdings den Eindruck, dass sie zwischen ‚guten‘ und ‚schlechten‘ Angriffen und Bedrohungen auf Politiker unterscheiden. Anders kann ich mir nicht erklären, warum kaum über die Attacken auf AfD-Politiker berichtet wird, obwohl diese in Sachsen mit Abstand am häufigsten bedroht und angegriffen werden.

Mit ca. 160 Attacken auf AfD-Büros seit 2014 traf es unsere Partei deutlich häufiger, als alle anderen Parteien zusammen gerechnet. Bei Brandanschlägen auf Privatautos und Farbattacken auf Privathäuser von AfD-Politikern ist das Missverhältnis noch krasser. Dazu kommen auch Morddrohungen gegen AfD-Funktionäre.

Offenbar ist es sehr nützlich, wenn man wie die SPD an mehreren großen Tageszeitungen in Sachsen beteiligt ist. Dann kann man die eigene Bedrohung in den Vordergrund stellen und die politische Konkurrenz mit Nichtbeachtung strafen.“

 

Archiv

Diese Seite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung