Tilliichs Bürgerdialog – Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich will weitere Bürgerdialoge veranstalten. Nach einjähriger Pause können Interessierte auf sechs Veranstaltungen mit dem Ministerpräsidenten diskutieren. Die Themen des Dialogs sollen zuvor von einer Kommission bestimmt werden.

Dazu erklärt der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion und AfD-Generalsekretär, Uwe Wurlitzer:

„Für mich sieht das nur nach einem PR-Gag aus. Wenn ich mit Bürgern über ein Thema sprechen will, mache ich einen Termin, lade alle ein und stelle mich. Vorher schon eventuell heiße Eisen durch eine Dialogkommission zu entschärfen, riecht nach DDR-Duktus, damit der frühere Mitarbeiter des Rates des Kreises Kamenz nicht plötzlich aus den Schuhen kippt, wenn er mit der Wirklichkeit konfrontiert wird. Sollten die Dialoge wirklich ehrlich gemeint sein, muss man auf ehrliche Fragen ehrlich antworten.

Tillich soll den Mut aufbringen, dem Volk sprichwörtlich auf das ‚Maul zu schauen‘ und sich anhören, wo den Sachsen tatsächlich der Schuh drückt. Ansonsten sind Veranstaltungen wie diese Nabelschau, um sich als gütiger, zuhörender und besorgter Landesfürst zu zeigen, ohne es wirklich zu sein.“

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