„Tierwohl-Siegel“ wird Probleme der Bauern nicht lösen

CSU-Landwirtschaftsminister Schmidt will ein sogenanntes staatliches „Tierwohl-Siegel“ für die Kennzeichnung von Fleisch einführen, welches die gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf Ställe und Tierfutter übertrifft.

Dazu erklärt der agrarpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jörg Urban:

„Das neue Tierwohl-Siegel ist reine Symbolpolitik, welches den notleidenden Bauern in Deutschland nicht weiter hilft. Bereits jetzt können deutsche Landwirte mit der Konkurrenz kaum noch mithalten, da Löhne und Sozialabgaben in Deutschland wesentlich höher liegen als in Europa und Übersee. Zudem ist Deutschland eines der wenigen EU-Länder, in dem die Behörden alle EU-Auflagen zu Umwelt und Tierschutz konsequent durchsetzen - auch deshalb fallen hierzulande höhere Produktionskosten an.

Weitere Anstrengungen zur Verbesserung des Wohles von Nutztieren sind erst dann sinnvoll, wenn die höheren Produktionskosten auch durch höhere Verkaufspreise für deutsche landwirtschaftliche Erzeugnisse gedeckt sind. Anstatt sich mit immer neuen Siegeln zu schmücken, sollte der Landwirtschaftsminister Vorschläge machen, wie das Preisdumping für Fleisch, Milch und Getreide beendet werden kann.“

Archiv

Diese Seite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung