Tausende Rentner arbeiten als Minijobber, um Lebensunterhalt zu bestreiten

Laut Leipziger Volkszeitung arbeiten über 100.000 Rentner in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Das ist ein Anstieg von 62 Prozent innerhalb von 8 Jahren. Zudem arbeiten rund 45.000 Rentner als Minijobber.

Silke Grimm, AfD-Abgeordnete aus der Oberlausitz, kommentiert:

„Von 2010 bis 2018 ist die Anzahl von Minijobbern bei Rentnern von 29.000 auf rund 45.000 gestiegen. Ein Drittel davon braucht das Geld dringend, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Das ist erschreckend und unwürdig, dass ein großer Teil der Senioren auch nach dem Renteneintrittsalter arbeiten muss. Die Situation wird sich leider noch verschärfen, da in den nächsten Jahren immer mehr Bürger in Rente gehen, die durch die Wende arbeitslos wurden und somit nicht durchgehend einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen konnten.

Die AfD-Fraktion in Sachsen will gegen die drohende Altersarmut vorgehen und hat eine Zusatzrente vorgeschlagen. Jeder Rentner auf Grundsicherungsniveau soll eine steuerfreie Zusatzrente von 10 Euro pro Berufsjahr erhalten. Damit würden Arbeitnehmer, die im Niedriglohnsektor und zum Mindestlohn gearbeitet haben, eine gerechtere Anerkennung für ihre Lebensleistung erhalten.“

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