Soll Axel Springers Lebenswerk der Sparwut geopfert werden?

Auf seiner nächsten Hauptversammlung, Mitte April, sollen die Aktionäre des Axel-Springer-Verlages über Ausgliederungen mehrerer Zeitschriften und Publikationen abstimmen. Die Erzeugnisse aus den Sparten Auto und Motorsport, Computer und Sport sollen in eigens dafür gegründete Gesellschaften mit beschränkter Haftung ausgelagert werden.

Dazu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Mario Beger:

„Erklärtes Ziel des Verlagsgründers Axel Springer war es einst, eines der sozialsten deutschen Verlagshäuser zu sein. Dies äußerte sich in sehr guten Gehältern und Sozialleistungen, wie eigener Gesundheitsbetreuung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Betriebsrente und weiteren Zuwendungen für alle Angestellten. Nun sieht es so aus, als ob das Erbe des Altverlegers auf dem Opferstock des neoliberalen Kapitalismus endet. Durch die Ausgliederung aus dem Verlag können möglicherweise Tarifvereinbarungen umgangen, Kündigungen leichter umsetzbar werden. Das gleiche Procedere gab es vor einigen Jahren bereits bei der SPD-eigenen ‚Sächsischen Zeitung‘. Es ist ein trauriger Trend, wenn aus vormals eigentümergeführten Unternehmen mit eigener Unternehmenskultur, herzlose und marktopportunistische Betriebe werden, um noch mehr Dividende zu erzielen. Die soziale Marktwirtschaft hat Deutschland  groß und auch reich gemacht. Axel Springer hätte diese Entscheidung als Verleger wahrscheinlich nie getroffen.“      

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