Schulgesetz der Regierung ist sachverstandsneutral - AfD-Verbesserung abgeschmettert!

Knapp 25 Jahre und eine Klage hat es gedauert, bis die CDU - nunmehr wieder in Koalition mit der SPD - es geschafft hat, den Zugang für Gymnasien gesetzlich zu regeln.

Dazu erklärt die AfD-Abgeordnete Andrea Kersten, Mitglied im Schul- und Bildungsausschuss:

„25 Jahre nach Verabschiedung der sächsischen. Verfassung - und dann wird uns dieses Papier vorgelegt. Eine Gesetzesänderung, die unnötig, widersprüchlich und unvollständig ist!
So sollen künftig Eltern oder volljährige Schüler selbst über die Ausbildung an einer berufsbildenden Schule oder einer Schule des zweiten Bildungsweges entscheiden. Ob die Schüler letztendlich aufgenommen werden, soll dann schlussendlich die Schule entscheiden. Klagen sind vorprogrammiert, weil es keinerlei Regelung gibt, wenn Eltern und Schule verschiedener Meinung sind. Für andere, weiterführende Schulen wie Gymnasien mit vertiefter Ausrichtung, so z.B. Sport- oder Musikgymnasien, Sportmittelschulen und auch das Landesgymnasium für Hochbegabte St. Afra fehlen Regelungen komplett.

Mit dem nun im Gesetz verankerten abschließenden Elternwahlrecht beim Zugang an eine weiterführende Schule wird der Anspruch einer gymnasialen Ausbildung aufgegeben und damit ein mehrgliedriges Schulsystem eigentlich obsolet.
Ich selbst habe schon darüber nachgedacht, ob ich nunmehr nicht einen meiner Söhne an das Landesgymnasium Carl-Maria-von-Weber anmelden sollte. Die können zwar weder singen, noch ein Instrument spielen, aber mir würde eine musikalische Ausbildung für meine Kinder schon gefallen -und mein Wille reicht ja aus! Dieses Gesetz ist ein Witz. Gelinde gesagt ist es mit heißer Nadel gestrickt und sachverstandsneutral erarbeitet.

Die AfD bringt darum einen Änderungsantrag ein. Erstens: Zugang zum Gymnasium ab Klasse 5, wenn aus Halbjahresinformation und Jahreszeugnis der 3. Klasse, aus Halbjahresinformation der 4. Klasse in Deutsch, Mathematik und Sachkunde sowie den Kopfnoten sich eine Durchschnittsnote von 2,0 oder besser ergibt. Ist der Durchschnitt schlechter, ist der Zugang dennoch möglich, wenn in einem zu absolvierenden Leistungstest und den Kopfnoten ebenfalls ein Durchschnitt der Note „gut“ oder besser erzielt wird.

Ein späterer Wechsel auf ein Gymnasium nach jeder Klassenstufe möglich, allerdings erst ab Klasse 7. Eltern haben somit ausreichend Wahlmöglichkeiten, ihr Kind auf ein Gymnasium zu bringen. Entscheidungskriterium muss aber die dafür notwendige Leistung sein“.

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