Planwirtschaft schädlich für Sachsens Winzer

Laut Sächsischem Weinbauverband steht die Zukunft der Sachsenwinzer auf dem Spiel. Die Bundesregierung entscheidet in den nächsten Wochen darüber, um wie viel Prozent die etwa 2500 sächsischen Winzer ihre Anbauflächen erweitern dürfen. Von derzeit mickrigen 0,5 Prozent ist die Rede. Die großen westdeutschen Weinbauregionen wollen der sächsischen Konkurrenz lediglich 0,3 Prozent zugestehen. Die EU begrenzt die Erweiterungsflächen immerhin nur auf 1 Prozent. Sachsens Weinanbaugebiet ist das kleinste in Deutschland, die begrenzte Aufrebung trifft die heimischen Winzer deshalb besonders hart.

Dazu erklärt der agrarpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Jörg Urban:
„Die von der Bundesregierung praktizierte sozialistische Planwirtschaft gehört dringend abgeschafft. Die Weinhänge im Elbtal sind geprägt von so genannten Trockenmauern mit Rebstöcken, deren Bewirtschaftung viel schwieriger zu bewerkstelligen ist, als die agrarisch geprägten Weinflächen in westdeutschen Anbaugebieten. Die Erträge in Sachsen sind auch deutlich geringer. Ich frage mich zudem, ob Politiker in Berlin oder im fernen Brüssel beurteilen können, welchen Rahmenbedingungen der Weinanbau in Sachsen benötigt. Wirtschaft braucht Flexibilität und regionale Entscheidungskompetenzen. Die Bundesregierung sollte den einzelnen Weinbauregionen nicht noch härtere Vorgaben machen als es die EU schon tut. Die AfD-Fraktion bietet Sachsens Winzern hiermit die Zusammenarbeit an, um mit ihnen auf parlamentarischem Weg für eine deutliche Vergrößerung der heimischen Anbauflächen zu kämpfen.“

Archiv

Diese Seite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung