Pflegenotstand: Internationale Prüfung klagt über „entwürdigende Bedingungen“

Ein internationaler Prüfbericht kritisierte den Pflegenotstand in Deutschland. Zahllose ältere Menschen würden „unter entwürdigenden Bedingungen leben, auch aufgrund des Mangels an qualifiziertem Personal keine angemessene Pflege erhalten“, zitiert die NOZ.

Andre Wendt, sozialpolitischer Sprecher, erklärt:

„Die etablierten Parteien haben die Pflege seit vielen Jahren massiv vernachlässigt. Daran sieht man auch, welchen Stellenwert alte Menschen bei ihnen besitzen, die nach dem Krieg mit ihren Händen den deutschen Wohlstand erarbeitet haben.

Seit langem fordert die AfD, Pflegekräfte endlich besser zu bezahlen und so diesen anspruchsvollen Beruf attraktiver zu machen. In Sachsen verdienen Pflegekräfte bis zu 1.000 Euro weniger als in Bayern – diese Missstände müssen schnellstens behoben werden.

Um ein selbstbestimmtes Leben in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen, braucht es neben Pflegediensten auch das Engagement der Angehörigen.
Deshalb hat die AfD-Fraktion einen Antrag gestellt, die familieninterne Pflege mit einem Landespflegegeld besser zu honorieren (6/14750). Neben finanziellen Zuwendungen für die Angehörigen soll es eine Anrechnung auf ihre Rente geben, um Altersarmut vorzubeugen. Unternehmen, welche die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf umsetzen wollen, sollen steuerlich entlastet werden.

CDU, SPD, Grüne und Linke wollten keine Verbesserung der familiären Pflege und haben den Antrag abgelehnt.“

Archiv

Diese Seite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung