Offener Brief Antwort auf den geistigen Erguss der Frankfurter Rundschau-Redakteurin Katja Thorwarth veröffentlicht am 20. Dezember 2018

Thema:

Anti-Feminismus a la AfD – Redebeitrag von Detlev Spangenberg, gehalten am 14. Dezember 2018 im Deutschen Bundestag

 

Man kann ja diese Dame verstehen, denn wer trennt sich gern von Privilegien, noch dazu, wenn man weiß, dass diese mittlerweile zum Alltag in Deutschland gehören. Vielleicht hat Frau Thorwarth auch auf Grund einer Quotenregelung, einer Frauenbeauftragten, einer Gleichstellungsbeauftragten Ihre Stelle bekommen. Falls dies so sein sollte - wer möchte schon daran erinnert werden?

Nun muss bei der Stellungnahme gegen den Redner, den AfD-Abgeordneten Spangenberg, auch gleich die Stasi-Keule und auch indirekt die Nazi-Keule geschwungen werden, denn diese kommen gerne zum Einsatz, wenn man für die eigene Ideologie unbequeme Zeitgenossen abwerten will und eigene Argumente versagen. Natürlich kein Wort davon, dass Spangenberg in den 1970er Jahren 1 Jahr und 3 Monate in Stasi-Gefängnissen verbrachte, kein Wort dazu, dass der Bewertungsausschuss des Sächsischen Landtages Vorwürfe gegen Spangenberg wegen Stasi-Tätigkeit als unbegründet ansah. Das würde der unsachlichen Darstellung von Frau Thorwarth nicht dienen. Da wird doch lieber zusätzlich die Erfindung in die Welt gesetzt, Spangenberg wäre bei der „Bürgerbewegung pro Deutschland“ aktiv gewesen.

Aber wen wundert es? Mit journalistischer Sorgfalt nimmt es Frau Thorwarth nicht so genau: Sie gibt Spangenberg bezüglich des Leistungsgedankens der Frauen verzerrt wieder; sie wandelt die in der Rede genannten 95 Prozent tödlichen Arbeitsunfälle von Männern in zwei Drittel um und kommentiert die Vielzahl verunglückter Männer kurz spöttisch-gleichgültig.

Sie ist sich auch nicht zu schade, gleich dazu mit dem Begriff „Blitzkrieg“ und einer absurden Nennung von „Wehrmachtsdokus“ einen Bogen zum Nationalsozialismus zu schlagen. Was Wehrmachtsdokumentationen mit dieser Debatte und dem heutigen Feminismus zu tun haben, bleibt ein Geheimnis dieser Streiterin für den aggressiven Feminismus.

Bleibt die Frage, wenn Frau Thorwarth im dritten Absatz ihres Beitrags spöttisch der Energie der Männer gedenkt, die sich in die Funktion hochgearbeitet haben: Was, wenn das alles nicht zählt, was will man dann als Feministin? Doch nicht etwa auch an die angeblichen Fleischtöpfe? Wo bleibt die weibliche, Feministen-Moral?

Viele Fragen, jedoch keine Antworten von Frau Thorwarth.

 

 

Detlev Spangenberg, MdB

 

 

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