Narkose statt Quälen – unbetäubte Ferkel-Kastrationen beenden!

Agrar-Experten der großen Koalition haben sich auf eine Verschiebung des Verbots der betäubungslosen Kastration von Ferkeln bis Ende 2020 geeinigt. Die Übergangsfrist werde damit um zwei weitere Jahre verlängert, erklärt die CDU/CSU-Fraktion

Dazu erklärt der tierschutzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Sebastian Wippel:

„Etwa 20 Millionen Ferkel werden in Deutschland jedes Jahr mit einem Skalpell kastriert. Die Tiere werden dabei auf ein Gestell gespannt, ihnen werden ohne Betäubung die Hoden entfernt.

Ende des Jahres sollte mit dieser Tierquälerei endlich Schluss sein. Vor fünf Jahren hatte die große Koalition beschlossen, dem massenhaften Leiden mit einer Änderung des Tierschutzgesetzes ein Ende zu bereiten. Eine Übergangsfrist sollte den Ferkelzüchtern Zeit geben, die Betriebe umzustellen. Die Frist sollte Anfang 2019 auslaufen. Laut Gesetz müssen Halter den Schmerz ausschalten - oder auf die Kastration verzichten.

Es stehen mehrere schonende Methoden zur Verfügung, die Ferkelhalter allerdings etwas mehr kosten würden. Dazu zählt die Narkose durch Tierärzte, eine Immunkastration durch eine Art Impfung sowie der Verzicht auf den Eingriff und die Mast der Eber.

Tierschutz sollte bei der Nutztierhaltung und -zucht Priorität vor Maximalgewinnen haben. Union und SPD haben dies nicht verinnerlicht und sind nun mitschuldig an weitergehender Tierquälerei in ganz Deutschland!

Es geht mir nicht um Landwirt-Schelte, sondern um das Tierwohl. Die Niedrigstpreise für Fleisch im Supermarkt werden auf Kosten der Züchter und besonders der Tiere erzielt.“

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