Ministerien widersprechen sich bei der Beseitigung des Lehrermangels

Zur fehlenden Bedarfsplanung für Lehrer in Sachsen erklärt die AfD-Landtagsabgeordnete, Andrea Kersten, Mitglied im Schulausschuss:

„Jahrelang hat die Staatsregierung keine neuen Lehrer eingestellt und damit den derzeitigen Lehrermangel hervorgerufen, der durch Unterrichtsausfall und übervolle Schulklassen täglich zu Problemen führt. Bei der Bekämpfung dieser Krise agiert die Regierungskoalition weiterhin planlos. SPD-Wissenschaftsministerin Stange erklärte auf eine Kleine Anfrage: Seit dem Wintersemester 2012/13 seien die Studienkapazitäten so erhöht, dass sie dem zukünftigen Bedarf an Lehrern gerecht werden.

CDU-Bildungsministerin Kurth erklärte dagegen in der DNN, die Ausbildungskapazitäten müssten aufgestockt werden und es gäbe viel mehr Interessenten, als Studienplätze. Dabei verschweigt Sie allerdings, dass viele Studienplätze für Oberschul- und Berufsschullehrer unbesetzt bleiben, denn die meisten Abiturienten wollen Gymnasiallehrer werden. Es müssen endlich Anreize für diese Schularten geschaffen und die Lehrerausbildung aktiver gesteuert werden. Sachsen braucht dringend eine Lehrerbedarfsplanung, wie der Sächsische Rechnungshof schon im Jahresbericht 2014 kritisierte.

Weiterhin fordert die AfD-Fraktion, 500 zusätzliche Lehrer pro Schuljahr einzustellen. Diese Forderung wurde von allen Fraktionen im Sächsischen Landtag abgelehnt, obwohl die von der Staatsregierung zusätzlich eingestellten Lehrer, die Altersabgänge und das Ansteigen der Schülerzahlen nicht kompensieren werden. Damit ist weiterer Unterrichtsausfall vorprogrammiert.“

Archiv

Diese Seite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung