Friedliches Miteinander gefährdet: Kommune lehnt Massenunterkunft für Asylbewerber ab!

Großröhrsdorf in Ostsachsen lehnt die Aufnahme von etwa 700 Asylbewerbern ab. Die Kommune fühlt sich überfordert und offenbar vom Freistaat überrumpelt. Bürgermeisterin Ternes teilte öffentlich mit: „Über diese offensichtlich bereits geschaffene Tatsache wurden der Stadtrat, die Bürgermeisterin und der Pfarrer am Montag, dem 31. August, um 15.00 Uhr durch den Sächsischen Staatsminister der Finanzen, Prof. Dr. Unland kurzfristig informiert. Die Staatsregierung plant, das Gebäude innerhalb kürzester Zeit für die Aufnahme von momentan 700 Personen einzurichten.“ Daraufhin sprachen sich die Verwaltungschefin, der Stadtrat und der Pfarrer gegen die Asylbewerber-Unterbringung in der Halle des ehemaligen „Schüco“-Solarwerkes aus.

Dazu erklärt der kommunalpolitische Sprecher AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Gunter Wild:
„Wenn 700 Asylbewerber de facto beinahe über Nacht in einer Kommune mit knapp 7000 Einwohnern untergebracht werden sollen, droht das historisch gewachsene, kulturelle Gefüge zu bersten. Ich unterstütze die Ablehnung der Kommune ausdrücklich. Nicht, weil den Asylbewerbern nicht geholfen werden soll, sondern weil hier die Verhältnismäßigkeit vom Freistaat komplett ignoriert wird.

Außerdem ist diese Nacht-und-Nebel-Entscheidung möglicherweise ein eklatanter Verstoß gegen die kommunale Selbstverwaltung. Chef einer Kommune ist der Bürgermeister und nicht der Finanzminister des Landes. Bürgermeister werden gewählt, um erfolgreich für ihre Gemeinde zu arbeiten, sie finanziell, kulturell und infrastrukturell voranzubringen. Die Bürger müssen sich in ihrem Heimatort wohl und sicher fühlen dürfen. Diese von außen aufgedrückte Massen-Zwangsunterbringung durch den Freistaat befördert dagegen Politikverdrossenheit und Vertrauensverlust. Sie ist geeignet, die kulturelle Identität eines ganzes Ortes nachhaltig zu zerstören.“

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