Fachkräftemangel bei Pflege - Sachsens selbstgemachtes Elend

Mehrere Medien (SZ, DNN) berichten, dass Sachsen zwar Kräfte für die Pflege in Seniorenheimen und Krankenhäusern ausbilde, die Absolventen aber lieber in anderen Bundesländern und im Ausland arbeiten. Um den Bedarf zu decken, will CDU-Sozialministerin Klepsch unter anderem vermehrt Vietnamesen einstellen.

Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Andre Wendt:

„Mir fallen ad hoc mehrere Gründe ein, warum sich sächsische Absolventen der Pflegeschulen entscheiden, nach ihrer Ausbildung lieber woanders zu arbeiten. Fachkräfte in der Altenpflege verdienen etwa in Bayern rund 1.000 Euro brutto mehr, bei Hilfskräften in der Krankenpflege sind es gut 700 Euro. Sachsen liegt damit auf dem vorletzten bzw. letzten Platz im bundesweiten Lohnvergleich. Auch andere Rahmenbedingungen sind schlecht: Viele Dienste an Wochenenden, Überstunden, familienuntaugliche Dienstplangestaltung. Und was macht Sozialministerin Klepsch? Reine Symptompolitik. Sie sucht immer wieder nach ausländischen Pflegern, denen die Bedingungen im Freistaat wie reinster Luxus vorkommen. Damit stopft sie die Löcher, die bei besserem Einwirken auf die für die Zustände Verantwortlichen gar nicht erst hätten entstehen dürfen.

Wir fordern endlich eine leistungsgerechte Bezahlung, positivere Rahmenbedingungen sowie eine familienfreundlichere Arbeitszeitgestaltung, um die Attraktivität des Pflegeberufs zu erhöhen.“

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