Europäische Zentralbank (EZB) manipuliert Anleihemarkt und bleibt ungestraft - Rücktritt von Draghi überfällig!

"Die Kleinen fängt man, die Großen lässt man laufen". Nach dieser Devise verfährt die EZB nicht nur bei ihrem Billionen Euro schweren Anleihekaufprogramm - nun werden auch erlesenen Anlegerzirkeln exklusive Informationen zugeschanzt zum Nachteil der anderen Wetbewerber.

Der AfD-Abgeordnete Dr. Stefan Dreher erklärt dazu:

„Während dieses Verhalten in Deutschland den empfindlichen Sanktionen des Wertpapierhandelsgesetzes unterliegt, bleibt die EZB ungestraft. Dieser Zustand ist bezeichnend und verdeutlicht die arrogante Verantwortungslosigkeit der EZB. Weder das deutsche Kaufkraft vernichtende Anleiheprogramm an sich noch konkret dieser verantwortungslose Umgang der EZB mit der Macht ist hinnehmbar. Hier hätten die Beteiligten längst persönliche Konsequenzen ziehen müssen. Während in Deutschland solches Treiben wesentlich kleinerer Marktteilnehmer empfindlich bestraft würde, steht die EZB über dem Recht - ein Skandal! Treten Sie endlich zurück, Herr Draghi!"

Zum Hintergrund:

Am Abend des 18. Mai 2015 hatte das EZB Direktoriumsmitglied Benoit Coeuré in einer geschlossenen Veranstaltung in London einem erlauchten Kreis Änderungen des EZB-Anleiheprogrammes - aktuell monatlich 50 Milliarden Euro und mehr - mitgeteilt. Der allgemeinen Öffentlichkeit wurden diese Informationen allerdings erst im Laufe des darauffolgenden Dienstags mitgeteilt. Der bereits am Montag informierte erlesene Kreis machte in der Zwischenzeit, durch den Informationsvorsprung ungerechtfertigt bevorzugt, "das Geschäft seines Lebens".

Juristische Konsequenzen hat die EZB nicht zu fürchten. Denn sie unterliegt nicht den Regeln des Wertpapierhandelsgesetzes.

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