EU ist keine Transferunion – Griechenland muss den Euro verlassen

Zu der seit fünf Jahren schwelenden Finanzkrise in Griechenland und der Unwilligkeit griechischer Politiker, ihr Land wettbewerbsfähiger zu gestalten und die grassierende Korruption zu bekämpfen, erklärt der Haushaltsexperte der AfD-Fraktion, André Barth:

„Der griechische Staat ist schon seit Wochen pleite und wird nur noch mit Notkrediten, so genannten ELA-Krediten, von der Europäischen Zentralbank über Wasser gehalten. Der Ökonom Hans-Werner Sinn hat ausgerechnet, dass die Griechen sich auf dieser Methode ‚155 Milliarden Euro selbst gedruckt haben‘, die bei einer Staatspleite zusätzlich zu den vielen hundert Milliarden Euro Krediten verloren sind.

So erklärt sich auch das triumphierende Lachen auf Finanzministers Varoufakis Gesicht bei den letzten Verhandlungen. Denn die Griechen sind ein cleveres Völkchen und hatten allein bis Ende April etwa 32 Milliarden Euro von ihren Konten abgehoben. Tendenz steigend! Laut Hans-Werner Sinn verstecken die Griechen ihr Euro-Bargeld oder schaffen es außer Landes, um es vor einem Zwangsumtausch gegen Drachmen zu schützen. Den finanziellen Schaden tragen deutsche und europäische Steuerzahler.

Ich fordere die Bundeskanzlerin auf, diese politisch gewollte Insolvenzverschleppung endlich zu beenden. Hören sie endlich auf mit dem Märchen: ‚Fällt der Euro, fällt Europa‘. Der Euro einigt nicht das Friedensprojekt EU, sondern ist der Spaltpilz und vergiftet zunehmend das Klima unter den europäischen Staaten. Verschieden starke Volkswirtschaften und kulturell geprägte Arbeitseinstellungen können nur in eine Einheitswährung gepresst werden, wenn man die EU zur Transferunion umgestalten will, in der Deutschland, Österreich und Holland dauerhaft für die Schulden Südeuropas zahlen.“

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