Eisenbahn-Gewerkschaft schmeißt AfD-Betriebsrat raus!

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft beschloss gestern auf einer Sitzung ihr langjähriges Mitglied Peter Kapitzke aus dem DB Fahrzeuginstandhaltungswerk Dessau zu entlassen. Kapitzke war am 19. Januar 2019 in die AfD eingetreten. Damit wurde der Rauswurf begründet.

Dazu erklärt der Leipziger Peter Kapitzke:

„Ich arbeite seit 1978 in dem Werk, habe dort gelernt und auch Abitur gemacht. Ich bin Gewerkschaftsgründungsmitglied und habe zudem den Rahmenvertrag der damaligen Deutschen Reichsbahn im Oktober 1990 mit verhandelt. Vor 25 Jahren wurde ich zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt und in dieser Funktion immer wieder bestätigt.

Selbstverständlich werde ich mich gegen den unwürdigen, durch nichts als ideologische Geiselnahme zu rechtfertigenden Rauswurf juristisch zur Wehr setzen. Dieses Gesinnungstribunal erinnert an schlimmste stalinistische Zustände.“

Der Leipziger AfD-Bundestagsabgeordnete Siegbert Droese erklärt:

„Dieser Vorgang ist ein Offenbarungseid der inzwischen zur Farce verkommenen Demokratie in unserem Land. Es ist zugleich ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, die fest im Grundgesetz verankert ist. Die Gewerkschaften scheinen inzwischen flächendeckend Jagd auf politisch nicht links zu verortende Mitglieder zu veranstalten, denn auch ‚verdi‘ und andere linksextreme ‚Arbeitnehmervertreter‘ rufen längst öffentlich und unverblümt zur Hatz gegen AfD-Mitglieder auf. Die AfD ist eine Partei, die fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht und für Arbeitnehmerinteressen eintritt. Umso wichtiger ist es nun, den bereits begonnen Weg weiter zu beschreiten und das Netz alternativer Gewerkschaften und Betriebsräte auszubauen. Aufgabe von Gewerkschaften ist nicht Gesinnungskontrolle, sondern die Interessenvertretung der Arbeiter und Angestellten. Und zwar egal wo diese politisch verortet ist.“

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