Die sächsische FDP hat offenbar ein antisemitisches Problem: „Liberaler“ Politiker bezeichnet renommierten jüdischen Autor als „Hofjude“

Die sächsische FDP hat offenbar ein antisemitisches Problem: „Liberaler“ Politiker bezeichnet renommierten jüdischen Autor als „Hofjude“

Der Spitzenkandidat der Dresdner FDP und Vorstandsmitglied der Partei, Stefan Scharf, twitterte anlässlich des Auftrittes des jüdischen Autors, Hendrik Broder unter ein Foto, das die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel mit dem Autor zeigt „Hofjude mit neuer Dienstherrin“.

Dazu erklärt das Dresdner AfD-Kreisvorstandsmitglied und Abgeordneter im sächsischen Landtag, André Wendt:

„Statt sich eindeutig und ehrlich zu entschuldigen legte der FDP-Politiker auf massenhaft vorgebrachte Kritik auf Twitter sogar noch nach und postete: ‚Es haben Anführungszeichen gefehlt…‘.

Ich fordere den FDP-Vorsitzenden, Zastrow, deutlich dazu auf, endlich durchzugreifen. Diese Äußerungen muss Konsequenzen verbunden mit einer Entschuldigung haben. Antisemitismus und öffentliche Verächtlichmachung von Juden ist durch nichts zu entschuldigen oder zu relativieren. Zugleich darf ich daran erinnern, dass es der FDP-Chef Zastrow war, der die AfD öffentlich und fälschlicherweise mit der rechtsextremen NPD verglich. Wenn er jetzt nicht handelt, muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, rechtsextremistische Parolen in seiner Partei zu dulden. ‚Hofjude‘ ist eine schwere Beleidigung. Nicht nur gegen einen einzelnen, prominenten und liberalen Autor, sondern gegen jeden jüdischen Bürger.“

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