Bevormundung: Kein einziger Uni-Direktor deutschlandweit aus dem Osten

Von 81 deutschen Universitäts-Direktoren ist kein einziger aus Ostdeutschland, berichtet die „Freie Presse“. Ähnlich sieht es beim Führungspersonal in der Wirtschaft aus: Nur 1,7 Prozent kommen deutschlandweit aus den neuen Bundesländern bei 17 Prozent Bevölkerungsanteil.

Dr. Rolf Weigand, hochschulpolitischer Sprecher, erklärt:

„Es ist seit Jahren das gleiche unwürdige Spiel: Egal ob Staatsanwälte, Museumsdirektoren, Firmenchefs oder Uni-Direktoren – in Sachsen kommen fast alle aus den alten Bundesländern. Und das 30 Jahre nach der Wiedervereinigung. Anscheinend haben sich an vielen Schaltstellen der Macht westdeutsche Seilschaften festgesetzt.

Besonders unangenehm wird das, wenn dann diese Vertreter mit ihrer westdeutsch geprägten Sicht der Dinge und ihrer Hypermoral uns Ostdeutsche belehren wollen. So hat z.B. der Direktor der TU-Dresden, Prof. Steinhagen, immer wieder gegen die Dresdner Bürgerproteste bezüglich des Asylmissbrauchs polemisiert.

Die CDU-geführte Staatsregierung sollte endlich kritisch hinterfragen, ob bei der Besetzung von Posten an Universitäten, Museen und staatlichen Behörden wirklich auf Eignung und Befähigung oder nicht doch möglicherweise auf gute Kontakte und Verbindungen geachtet wird. Die AfD setzt sich für einen fairen und transparenten Prozess bei der Besetzung von Führungspositionen ein – das sollte 30 Jahre nach der Wende eine Selbstverständlichkeit sein.“

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