Bessere Bezahlung der Lokführer stärkt die Berufsattraktivität

Nach Angaben des MDR sollen künftig Lokführer aus Serbien Züge der Länderbahn führen. Zudem sollen serbische Studenten in Deutschland ihre Ausbildung zum Triebwagenführer absolvieren.

Silke Grimm, verkehrspolitische Sprecherin, kommentiert:

„Dem strukturschwachen und wirtschaftlich angeschlagenen Serbien junge Arbeitskräfte zu entziehen ist moderner Imperialismus. Anstatt hier auszubilden, sollte die Ausbildung nach deutschen Normen in Serbien erfolgen. Das hilft dem Land mehr, da eine hochwertige Fachausbildung vor Ort passiert. Gleichzeitig sollten sie im Vorfeld in ihrem Land die deutsche Sprache in Wort und Schrift erlernen. Nach fertiger Ausbildung und dem Beherrschen der deutschen Sprache, könnten sich die ausgebildeten serbischen Fachkräfte immer noch in Deutschland bewerben.

Um den Arbeitsplatz hier in Sachsen attraktiver zu gestalten, sollte der Bahnbetreiber seine Lehrlinge und Zugführer besser bezahlen.

Ein schneller und kostengünstiger Schritt wäre zudem, wenn die polnische und tschechische Bahn im Grenzgebiet die Strecken übernimmt und betreibt. Die Infrastruktur als auch das Personal sind bereits vorhanden. Gerade auf tschechischer Seite wird viel in den Ausbau der Bahn investiert. Warum sollten wir das nicht unterstützen und am Erfolg partizipieren, statt einem armen Land auch noch die Arbeitskräfte zu entziehen?“

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