AfD-Vorsitzende, Dr. Frauke Petry: Zehn Punkte, warum die Handschrift erhalten werden muss!

Finnischen Schulanfängern soll ab Herbst 2016 lediglich noch Druckschrift gelehrt werden. So plant es das "Finnische Ausbildungsamt".
Auch in deutschen Bundesländern, wie Hamburg, Thüringen, Hessen und Nordrhein-Westfalen, wird bereits weitestgehend die Grundschrift "ohne Bögen und Schnörkel" gelehrt. AfD-Fraktionschefin, Dr. Frauke Petry nennt zehn Punkte, warum das Erlernen einer Handschrift (lebens)wichtig ist:

1. Handschrift mit verbundenen Buchstaben führt zum Erkennen von Zusammenhängen. In den Seh-Arealen bilden sich Verknüpfungen, die auch auf andere Informationen übertragen werden. Verarbeitet werden die Bewegung der Hand, die Erkennung von Grammatik und Wortbedeutung sowie die Zusammenfassung der einzelnen Buchstaben in Worte. Je weniger wir das gesamte Hirn nutzen, desto schneller verkümmert es und desto schneller werden wir im Alter vergesslich. Die Handschrift fördert generell Koordination und Geschick.

2. Beim Schreiben -und dem begleitenden stillen Lesen - wird das motorische Gedächtnis aktiv. Wir fühlen die Buchstaben beim Schreiben, und das Gehirn "schreibt" sie mit. Das sind mikromotorische Bewegungen, die sich in der Gehirnrinde eingraben. Wer eine Handschrift schreibt, kann das Alphabet besser behalten. Man lernt überdies, nur an bestimmten (fast immer gleichen Stellen) anzubinden oder abzusetzen, man hat gelernt, effizient zu schreiben, hat einen optimalen Bewegungsablauf antrainiert.

3. Schrift zeigt Charakter: Schriftschwünge = Temperament, Schriftgröße = Selbstbewusstsein, Schriftneigung = Weltverständnis (positiv/negativ)

4. Handschrift und Individualität sind nicht zu trennen. Jede Handschrift formt ein individuelles Schriftbild. Druckschriftentexte sind ebenso wie maschinelle oder digitale Texte uniform und Ausdruck entindividualisierter Vermassung

5. Handschrift kann auch partnerorientiert und damit werthaltig sein. Handgeschriebene Mitteilungen, Glückwünsche� zeigen, dass man sich für den anderen Zeit genommen hat, vermitteln Emotionen, geben Persönliches preis

6. Handschrift fördert das Leistungsprinzip. Es kann mühsam, ja anstrengend sein und erfordert Disziplin. Schreibbewegungen sind aber auch etwa zehnmal schneller als formgenaues Nachmalen.

7. Handschrift ist beim Lernen fremder Sprachen wichtig. Neue Vokabeln sollen nicht nur gehört und gelesen, sondern mit eigener Hand geschrieben werden

8. Ohne Handschriften geht der Zugang zu einem wesentlichen Teil unserer Geschichte verloren. Wer selbst nicht schreiben kann, wird sich schwer damit tun, historische Texte und Dokumente zu entziffern. Handschriften sind auch schwerer zu fälschen und im Gegenzug leichter zuzuordnen. Unwahrscheinlich, dass zukünftige Generationen Autorenschaft anhand von Computerausdrucken oder digitalen Dokumenten bestimmen können.

9. Bei reinen Druckschriften ist oft nicht zu erkennen, ob ein Wort groß oder klein geschrieben ist. Die Verwechslungsgefahr und damit die Fehlerzahl bei Diktaten, Aufsätzen wächst.

10. Tastaturtippen ist nur eine technische Kompetenz. Wer kein blindes Zehn-Finger-System kann, verwendet mehr Zeit auf das Suchen der Buchstaben auf der Tastatur als auf das Nachdenken über das zu Schreibende.

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