AfD-Anfrage deckt auf: Schüler sollen auf Linie gebracht werden

Junge Lehrer sollen „Journalismus- und Demokratiekompetenz“ erlernen. Dafür wurde an der Uni Leipzig dieses Jahr ein neues Zentrum gegründet. Auf Nachfrage der AfD-Fraktion (7/462) begründete die Staatsregierung diese „Kompetenz“ folgendermaßen: „Viele Menschen finden ihre politische Haltung in den Medien nicht wieder oder haben das Gefühl, vom Journalismus systematisch desinformiert und von der Politik nicht repräsentiert zu werden“. Das würden die Wahlergebnisse in Sachsen zeigen.

Dr. Rolf Weigand, bildungspolitischer Sprecher, erklärt:

„Schon Bertolt Brecht empfahl der DDR-Regierung, sie solle das Volk auflösen und sich ein neues wählen, wenn sie den Bürgern nicht mehr vertraue. Offenbar ist das auch der Leitspruch der CDU-geführten Staatsregierung: Nicht die einseitige journalistische Berichterstattung und der einseitige Linksruck in der Politik sollen geändert werden, sondern man versucht lieber die widerspenstigen Bürger auf Linie zu bringen.

Die CDU-Regierung geht dabei auch ähnlich wie in der DDR vor. Frühzeitig will sie unseren Kindern in der Schule vermitteln, wie Medien und Politik ‚richtig‘ zu verstehen sind. Offenbar hat das CDU-Kultusministerium deshalb Mathestunden gestrichen, um seinen neuen Polit-Unterricht zu installieren. Staatsbürgerkunde lässt grüßen.

Die AfD-Fraktion ist der Ansicht, dass Lehrer ausschließlich pädagogisch geschult werden müssen. Journalismus-Kurse brauchen sie nicht.“

 

 

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