Ärztemangel: Regierung streitet, statt endlich anzupacken

Sachsens Regierung streitet über die Quote für Medizinstudenten, die als zukünftige Landärzte besonders gefördert werden, berichtet die „Sächsische Zeitung“.

André Wendt, sozialpolitischer Sprecher, kommentiert:

„Die Staatsregierung hat vier Jahre ihrer Regierungszeit bei diesem wichtigen Thema vertrödelt und streitet sich noch immer um die Umsetzung. Dabei hat die AfD-Fraktion bereits vor über zwei Jahren genau diese Quote gefordert, unser Antrag wurde aber von CDU und SPD abgebügelt.

Der Ärztemangel auf dem Land hat unterdessen weiter dramatisch zugenommen. Bereits heute gibt es Landkreise, in denen kein einziger Augenarzt mehr praktiziert. Sachsenweit müssen Patienten auf einen Termin beim Neurologen im Schnitt 13 Wochen warten, beim Hautarzt zwölf Wochen, bei Augenärzten elf und bei Orthopäden acht Wochen. Viele Fachärzte nehmen überhaupt keine neuen Patienten mehr an.

Die CDU regiert in Sachsen seit 1990. In dieser Zeit hat sie nicht nur den Lehrer-, Polizisten- und Pflegekräftemangel zu verantworten, sondern auch die medizinische Versorgung planmäßig an die Wand gefahren.

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