Ärztemangel: CDU fährt medizinische Versorgung an die Wand

Eine neue Studie belegt den katastrophalen Ärztemangel in Sachsen. Kaum ein Facharzt hält die gesetzlich vorgeschriebene Vier-Wochen-Frist für die Terminvergabe ein. Im Schnitt müssen die Patienten auf einen Termin beim Neurologen 13 Wochen warten, beim Hautarzt zwölf Wochen, bei Augenärzten elf und bei Orthopäden acht Wochen. Viele Fachärzte nehmen überhaupt keine neuen Patienten mehr an.

André Wendt, sozialpolitischer Sprecher, erklärt:

„Der Ärztemangel besonders bei Fachärzten und auf dem Land besteht bereits seit vielen Jahren und nimmt weiter stetig zu. Die CDU-geführte Staatsregierung hat dieses Problem viel zu lange ignoriert und die medizinische Versorgung sehenden Auges an die Wand gefahren.

Seit Jahren werden zu wenig Mediziner ausgebildet und die meisten davon suchen sich lukrative Jobs vor allem in den Städten oder gleich im Ausland. Deshalb hat die AfD- Fraktion einen Antrag gestellt, zur Gewinnung von Fach- und Landärzten eine Quote bei der Studentenauswahl einzuführen (6/8490). Für die bevorzugte Studienplatzvergabe müssen sich die angehenden Ärzte verpflichten, in unterversorgten Regionen zu praktizieren. Leider haben alle Parteien im Landtag den Antrag abgelehnt.

Zudem müssen sich CDU und SPD endlich auf Bundesebene einsetzen, Missstände und Fehlanreize in der kassenärztlichen Abrechnung zu beseitigen. Die Bürger haben ein Recht darauf, für ihre Krankenkassenbeiträge eine angemessene Versorgung zu erhalten.“

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