Fachkräftemangel mit zukunftsorientierten Lösungen entgegenwirken!

Von Mario Beger (MdL) Immer häufiger beklagen Deutsche Unternehmen den Fachkräftemangel, vor allem in Handwerksbetrieben ist dieser spürbarer denn je. Doch mangelt es derzeit nicht nur an bereits ausgebildeten Fachkräften sondern auch beim Nachwuchs. Immer weniger junge Menschen entscheiden sich am Ausbildungsmarkt für einen handwerklichen Beruf. Waren es im Jahr 2009 noch 5187 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im Handwerk, sind es im Jahr 2013 nur noch 4292 gewesen. Einige Vertreter der Handwerksbetriebe kamen jetzt auf die Idee, jungen Asylbewerbern die Ausbildung im Handwerk zu ermöglichen. So auch der Präsident der Handwerkskammer Leipzig Claus Gröhn. Jede umsetzbare Idee um dem Fachkräftemangel Herr zu werden ist grundsätzlich zu begrüßen, jedoch dürfen wir unter keinen Umständen den 2. Schritt vor dem 1. wagen. Selbstverständlich ist es unumstritten, dass junge Asylbewerber geeignet sind in Deutschland eine duale Ausbildung erfolgreich zu absolvieren, jedoch würde eine solche Möglichkeit zu den jetzigen Umständen nur dazu führen, dass Asylrecht noch attraktiver für Menschen zu machen, welche so schon keinen Anspruch auf Asyl in Deutschland haben. Um jedoch diesen Menschen ebenso die Möglichkeit einzuräumen in Deutschland Fuß zu fassen und eine Berufsausbildung erfolgreich zu beenden, brauchen wir dringend ein Gesetz zur geregelten Einwanderung. Dies würde nicht nur das Asylsystem entlasten sondern gleichzeitig Branchen mit akutem Fachkräftemangel in die Hände spielen. So haben nicht nur junge Leute aus dem europäischen Ausland die Möglichkeit eine Ausbildung zu beginnen sondern über einen rechtlichen sauberen Verfahrensweg auch jede andere Person aus jedem anderen Land. Sobald wir in Deutschland ein solches Gesetz zur geregelten Einwanderung haben und das Asylsystem nur noch von Menschen gebraucht wird, welche auch einen gesetzlichen Anspruch auf Asyl haben, ist der Vorschlag von Herrn Gröhn zu begrüßen und zu unterstützen. Dies jedoch ist auch an eine weitere Aufgabe der öffentlichen Hand geknüpft. Denn nur in Deutschland zu sein und Fachlich geeignet zu sein, reicht hier nicht aus. Um eine duale Ausbildung erfolgreich absolvieren zu können, ist das sprechen unserer Sprache auch jetzt schon Bedingung. Daher müssen Sprachkurse dringend weiter und besser finanziell gefördert werden. Hinzu kommt aber auch, dass wir in Deutschland nicht den alleinigen Anspruch auf Fachkräfte in der Welt anmelden dürfen und ebenso eine Verantwortung haben, Aufbauarbeit in andern Ländern zu leisten. So sollten wir unser qualitativ hochwertiges Ausbildungssystem der dualen Ausbildung auch Exportieren und somit anderen Ländern nicht nur Fachkräfte auf Augenmaß zubilligen sondern auch deren Wirtschaftsstandorte zukunftsfähig machen. Denn nur wenn es den anderen, vor allem auch europäischen Staaten gut geht, kann es auf Dauer Deutschland gut gehen.

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