Das öffentlich-rechtliche System „funkt“ sich ins Abartige

Das Problem ist bekannt: Omas Glotze ist nichts für ihre Enkel. Die amüsieren sich in und mit völlig anderen Themen, Systemen und Kanälen. Vom Wind des Fortschritts verweht ist damit Prof. Kirchhofs Begründung der auf die Wohnung bezogenen Zwangsgebühr. Das öffentliche Rundfunk- und Fernsehsystem ist heute nicht mehr ein Mediensystem für alle. Im Gegenteil, es wirkt inhaltlich und technisch polarisierend. Das wissen die überstaatlichen Intendanten natürlich auch. Also erfinden sie ein spezielles Jugendprogramm, das nicht mehr der gesetzlichen Definition des Rundfunks als einem direktionalen Massenmedium entspricht. So richtig flunki funky „funk.net" genannt.

Dazu meint die kulturpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion Karin Wilke: 

"Nun geht es ab mit den Gebührengeldern in die Kloaken des Internets. Vielleicht ist es ja gerade der Charme der neuen Medien, dass sie jedem die Chance eröffnen, einem oder gleich hunderten Nutzern das Hirn zu vernebeln. Das aber ist keine öffentliche Aufgabe und auch nicht im Sinne des doch sonst für so wichtig gehaltenen Jugendschutzes.

Da gibt es ein Talkformat „Auf Klo“, das sich nicht nur so nennt, sondern auch dort spielt und entsprechende Themen behandelt. „Fickt Euch“, eine Zulieferung des ‚mdr‘, vertrocknet alles, was der Titel so befehlend andeutet. Die ersten Kostproben des Jugendkanals sind derart gestaltet, dass die freiwillige Selbstkontrolle (FSK) einschreiten sollte. Also ist es wieder nichts mit der Verhinderung der Flucht aus dem öffentlich-rechtlichen System. Rette seine Kinder, wer kann."

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