Ulrich Lupart: Runder Tisch Vogtland misst mit zweierlei Maß!

Mit Unverständnis und Verwunderung reagiert AfD-Direktkandidat Ulrich Lupart auf Ausführungen vom Runden Tisch Vogtland, wonach das Plauener Wendedenkmal am Postplatz vor parteipolitischem Missbrauch geschützt werden müsse. Lupart bezieht sich dabei auf einen Beitrag in der "Freien Presse" vom Freitag, in dem der Rößnitzer Peter Luban zu einer Kunstaktion aufruft, die sich gegen eine Kundgebung der Kleinpartei Der dritte Weg richtet. Diese Versammlung soll unweit vom Denkmal stattfinden. Luban, selbst Mitglied am runden Tisch, hat das maßgeblich durch Spenden finanzierte Denkmal vor sieben Jahren geschaffen. Vor dem legte Lupart gemeinsam mit dem AfD-Kreisverband am 13. August ein Blumengebinde zum Gedenken an die DDR-Maueropfer nieder, was dem Runden Tisch offenbar missfiel. "Deshalb nun in einem Atemzug mit der Partei Der dritte Weg genannt und in die Nähe deren rechtsextremer Politik gerückt zu werden ist schon ein starkes Stück", erklärt Lupart: "Ich weiß ja nicht, was Herr Luban im Herbst 1989 gemacht hat. Ich jedenfalls stand an der Spitze der Friedlichen Revolution in meiner Heimatstadt Oelsnitz und habe, nachdem wir dort die SED-Kreisleitung besetzt hatten, mit anderen Bürgerrechtlern auf dem Haus die Deutschlandfahne gehisst. Ich sehe mich damit moralisch im Recht, sogar in der Pflicht, den 13. August für ein Gedenken an die Maueropfer zu nutzen. Da muss ich den Runden Tisch oder Herrn Luban vorher nicht um Erlaubnis fragen, ob ich das am Wendedenkmal tun darf. Zudem kann ich mich noch gut daran erinnern, wie Herr Luban im Sommer 2011 stolz wie Bolle dem damaligen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bei dessen Besuch in Plauen das Denkmal vorgestellt hat." Der Minister folgte damals übrigens einer Einladung des vogtländischen Bundestagsabgeordneten Robert Hochbaum (CDU), der wiederum als politischer Ziehvater von Luparts Mitbewerberin um das Direktmandat bei der Wahl am 24. September, Yvonne Magwas (CDU), gilt. Lupart: "Warum soll die AfD also nicht dürfen, was von CDU/CSU offenbar erwünscht ist?" Eines hätten Luban und der Runde Tisch immerhin erreicht, ist sich Lupart sicher. "Wenn bis jetzt noch kaum einer von der Aktion der Partei Der dritte Weg am 2. September etwas gewusst hat, wissen es jetzt eine ganze Menge Leute mehr." Der Runde Tisch versteht sich als Plattform demokratischer Kräfte im Vogtland und geht auf eine Initiative der Kirche zurück.
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