Stigmatisierung von DDR-Sportlern endlich stoppen

Gegen die Aufnahme der DDR-Sportler Heike Drechsler und Gustav Adolf „Täve“ Schur in die „Hall of Fame“ der Deutschen Sporthilfe regt sich Widerstand. Besonders die Mitgliedschaft in der Volkskammer der DDR und der SED wird ihnen zur Last gelegt. Drechsler und Schur werden zudem beschuldigt, während ihrer sportlichen Laufbahn gedopt zu haben und inoffizielle Mitarbeiter (IM) des ehemaligen „Ministeriums für Staatssicherheit“ gewesen zu sein.

Dazu erklärt die sportpolitische Sprecherin der sächsischen AfD-Fraktion, Andrea Kersten:

„Die DDR schloss mit der BRD 1972 den Grundlagenvertrag, der die gegenseitige Anerkennung beider Staaten regelte. Damit akzeptierte die Bundesrepublik ihr Nachbarland als eigenständigen Staat mit all seinen Strukturen. Nun also zwei Sportgrößen die Mitgliedschaft im Parlament der DDR und der dominierenden Partei, der SED, vorzuwerfen, grenzt an Heuchelei. Denn noch vor rund 10 Jahren war es kein Problem für die ‚Ruhmeshalle‘, fünf ehemalige Sportler aufzunehmen, die in der Zeit des Nationalsozialismus Mitglied in der NSDAP waren. Auch die Vorverurteilung wegen Dopings ist nicht statthaft. Solange keine eindeutigen Beweise vorliegen, muss die voreilige Stigmatisierung der beiden Sportler als diktaturhörige Nutznießer und unfaire Wettkämpfer aufhören!“

Diese Seite verwendet Cookies.