Sonntagsruhe muss erhalten werden!

Die Warenhäuser Karstadt und Kaufhof fordern laut mehrerer Medienberichte unisono, jeden Sonntag öffnen können. Der Initiative "Selbstbestimmter Sonntag" gehören neben Karstadt und Kaufhof auch die Luxuskaufhäuser der Kadewe Group an: das Kadewe in Berlin, das Alsterhaus in Hamburg und der Oberpollinger in München; außerdem mit Unibail und ECE zwei Betreiber von Einkaufszentren sowie ein großer Lebensmittelhändler.

Dazu erklärt der verbraucherpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Carsten Hütter:

„Der Sonntag als arbeitsfreier Tag ist durch das Grundgesetz als solcher geschützt. Er dient der ‚seelischen Erbauung‘. Zudem hat das höchste deutsche Gericht bereits 2004 und 2009 gegen eine Lockerung der Sonntagsöffnung gestimmt. Der Vorstoß ist also rein ideologisch zu werten, zumal die Handelsketten einen erneuten Gang vor Gericht aktuell nicht erwägen.

Die sonntägliche Atmosphäre ist geprägt von Stille, Gelassenheit und innerer Einkehr. Ein entspannter Tag in Familie sollte mehr gelten, als die Fahrt zum nächsten Einkaufszentrum – verbunden mit klappenden Autotüren allerorten und zunehmendem Einkaufsverkehr auch auf Sachsens Straßen. Lieferfahrzeuge wären unterwegs, Monteure müsste bereitstehen, falls Aggregate ausfallen oder Aufzüge stottern. Energie wird verbraucht, was schlussendlich zu einer Verteuerung verschiedener Erzeugnisse führen würde, da diese Mehrausgaben auf den Kunden umgelegt werden.

‚Selbstbestimmter Sonntag‘ bedeutet für mich, den Sonntag als solchen zu genießen. Die Sonntagsruhe muss erhalten und nicht dem Konsum geopfert werden!“

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