Risiko der Altersarmut steigt

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums gingen 2016 in Sachsen fast 1500 Senioren zur Schuldnerberatung. Das ist ein Zuwachs von rund 14 Prozent innerhalb von zwei Jahren.

Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher, André Wendt:

„Neben der Quantität der Hilfesuchenden bei der Schuldnerberatung ist auch die durchschnittliche Höhe der Schulden bei Rentnern gestiegen. In der Altersgruppe von 70 Jahren und älter liegen die Schulden bei fast 58.000 Euro. Das ist sehr beunruhigend.

Die Altersarmut wird in den nächsten Jahren noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Während Ende 2016 die sächsischen Rentner noch durchschnittlich 1013 Euro Altersrente bekamen, sind es laut Angaben der Deutschen Rentenversicherung, bei den Neurentnern nur noch 922 Euro. Bei dieser geringen Rente wird es immer mehr Rentner geben, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen können.

Man sollte bei der Rentenberechnung grundsätzlich darüber nachdenken, ob nicht gerade Geringverdiener mindestens eine Rente erhalten sollten, im Umfang der Grundsicherung plus Aufschlag von 10 Euro pro Arbeitsjahr. Damit würden Arbeitnehmer, die insbesondere im Niedriglohnsektor gearbeitet haben, eine Anerkennung für ihre Lebensleistung erhalten.“

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