Polen hängt Sachsen bei der Bahn ab

Auf dem 3. Deutsch-polnischen Bahngipfel am Montag in Potsdam wurde auch über die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Breslau gesprochen. Nach Medienberichten sind die Ergebnisse des Treffens eher ernüchternd. Die Polen sprachen von einer „beschämenden Situation“.

Dazu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Silke Grimm:

„Bereits im April 2016 brachte die AfD-Fraktion einen Antrag (6/4855) zu sächsischen Bahnprojekten in den Landtag ein. Obwohl seit 2003 die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Breslau beschlossen wurde, ist auf sächsischer Seite nichts passiert. Polen wird Ende 2019 seine Baumaßnahmen fertig stellen. Jetzt bieten sogar die Polen an, die Kosten teilweise zu übernehmen, damit endlich mit der Elektrifizierung begonnen wird. Das ist ein Armutszeugnis für Dulig‘s-Verkehrspolitik in Sachsen. Die CDU-SPD-Regierung hat den Bahnverkehr in der Oberlausitz zum ‚Bimmelbahn-Betrieb‘ degradiert. Seit der Wende wurden viele Bahnstrecken eingestellt.

Die Verlagerung auf den Straßenverkehr rächt sich nun. Die Autobahn A4 ist komplett überlastet und die Alternative ‚Bahn‘ ist nicht vorhanden. Sachsen würde beim Ausbau der Bahnstrecke zwischen Dresden und Breslau sehr profitieren, sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr.

Die AfD-Fraktion verweist hierzu nochmal auf den Antrag aus 2016 und fordert, dass die Elektrifizierung schnellstens nachträglich in den Verkehrswegeplan 2030 aufgenommen wird.“

Antrag (6/4855): http://afd-fraktion-sachsen.de/files/afd/fraktion-sachsen/Dokumente/Antraege/6_Drs_4855_0_1_1_.pdf

 

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