Peinliche Debatte um Rassebegriff in sächsischer Verfassung

Die Fraktion „Die Linke“ im Sächsischen Landtag will den Begriff „Rasse“ aus dem Wortschatz der Landesverfassung streichen. Fraktionschef Gebhardt sagte dem „MDR“, dass „Rasse“ ein veralteter wissenschaftlicher Begriff sei, der heute keinesfalls mehr verwendet werden dürfte. Es gäbe keine unterschiedlichen Rassen von Menschen.

Dazu Karin Wilke, kulturpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag:

„Ein lächerliches Possenspiel, was die Linksfraktion da zum wiederholten Male auf das Tableau bringt. Denn ohne diesen Begriff, der im Übrigen laut mehreren Lesarten arabischen Ursprungs ist, würde sich die Linke beinahe die Hälfte ihrer politischen Arbeit berauben. Ausgerechnet sie rühmen sich ihres Kampfes gegen Rassenhass und Rassismus – doch wenn schon das Grundwort obsolet ist, müsste es den Ableitungen ebenso gehen. Der Rassebegriff wird heute wie ganz selbstverständlich im Angloamerikanischen Sprachraum als Hilfsmittel zur Einordnung und Taxierung im Rahmen der medizinischen Forschung verwendet. Eine derartige unverkrampfte Haltung wünsche ich mir auch in Deutschland.“

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