Moritzburger Abgeordnete Dr. Kirsten Muster kritisiert Flüchtlingssituation in ihrer Heimatstadt

„Nutzung des Karl-May-Dorfes als Asylunterkunft ist Folge von Untätigkeit“

Wie die „Morgenpost“ berichtete, sollen in Moritzburg bei Dresden zeitnah 32 Asylbewerber untergebracht werden. In Ermangelung anderer Möglichkeiten, etwa leerstehenden Wohnungen, muss das Karl-May-Feriendorf am Dippelsdorfer Teich als Unterkunft genutzt werden. Dazu erklärt die Moritzburger Landtagsabgeordnete Dr. Kirsten Muster (AfD):

„Das Karl-May-Dorf ist ein Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche treffen, wo sie gemeinsam spielen und Sport treiben. Dort gibt es Werkstätten, Sportangebote und einen Lagerfeuerplatz. Solche Angebote tragen einen großen Teil dazu bei, dass sich junge Menschen in ihrer Freizeit sinnvoll betätigen können und nicht etwa in die Kriminalität abgleiten.

Dass der Aufsichtsrat des Betreibers – die ‚Kulturlandschaft Moritzburg‘ – befürchtet, das Ansehen des Dorfes könne durch die Unterbringung von Asylbewerbern nachhaltig beschädigt werden, kann ich nachvollziehen. Erst am Sonntag hat ein marokkanischer Flüchtling in einem Dresdner Asylbewerberheim einen Landsmann brutal erstochen. Diese Tatsachen erschrecken die Bürger und schüren ihre Ängste.

Man sollte sich in Sachsen endlich Gedanken darüber machen, wo man Flüchtlingsunterkünfte errichten kann, ohne dass hierzu kulturelle Einrichtungen zweckentfremdet werden. Die Staatsregierung scheint solche Umstände nicht zu interessieren, sie lässt die Kommunen mit diesen Problemen allein. Und dass eine Freizeitstätte für Jugendliche dieser Untätigkeit zum Opfer fällt, ist dabei ein weiterer Tiefpunkt.“

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