LPG-Unrecht weiter aufarbeiten!

Heute, vor 65 Jahren, am 8. Juni 1952, wurde auf dem Gebiet der ehemaligen DDR die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft in Thüringen gegründet. In der Folge kam es zu Zwangsenteignungen. Viele betroffene Land-Eigentümer nahmen sich das Leben oder flüchteten in den Westen. Wer nicht freiwillig eintreten wollte, wurde öffentlich stigmatisiert – mit Lausprecherwagen beispielsweise -, angeprangert,  verprügelt und schließlich enteignet.

Dazu erklärt der landwirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Gunter Wild:

„Auch nach der Wiedervereinigung wurden die flächendeckenden Kollektivierungen nur bedingt rückgängig gemacht. LPG-Landwirte, die von den so genannten Nachfolgebetrieben entschädigt werden wollten oder ihr Eigentum zurückforderten, wurden erneut stigmatisiert. Sie mussten stellenweise bis zum obersten Gericht klagen, um zu ihrem Recht zu kommen. Bis heute sind Rechtsstreitigkeiten gegen so genannte ‚Rote Barone‘ anhängig.

Ich habe diese Quasi- Enteignung als Kind selbst erlebt. Sie haben die Kühe aus dem Stall geholt und fremde Tiere gebracht, die man dann als Angestellter der LPG zu versorgen hatte. Eine Entschädigung ist niemals erfolgt.
Die AfD-Fraktion steht klipp und klar für das Recht auf Privateigentum und gegen jede Art von Willkür gegen SED-Opfer. Noch immer gibt es Bestrebungen einiger Parteien, die auch in vielen deutschen Parlamenten vertreten sind, das Grundrecht auf Eigentum zu eliminieren, um erneut kollektivistische Strukturen zu errichten“.

In Anhang eine Programmerklärung des ZK der KPD vom August 1930:

„Wir werden die Herrschaft der Großgrundbesitzer brechen, werden ihren Grund und Boden entschädigungslos enteignen und den landarmen Bauern übergeben, werden Sowjetgüter mit modernstem Maschinenbetrieb schaffen, die Arbeitsbedingungen des Landproletariats denjenigen der städtischen Arbeiterschaft gleichsetzen und viele Millionen werktätiger Bauern in den Aufbau des Sozialismus einbeziehen“.

Diese Seite verwendet Cookies.