Kosmetische Korrekturen an verkorkster Energiewende

Zum heutigen sogenannten „Energiewende-Gipfel“ zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten der Länder erklärt der umweltpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jörg Urban:

„Der deutsche Alleingang bei der Energiewende ist krachend gescheitert. Überhastet und ungesteuert wurden die vorgeblich ‚regenerativ‘ genannten Energien ausgebaut, mit dramatischen Folgen. Strom für über eine Milliarde Euro wurde in Norddeutschland nicht in das Stromnetz eingespeist, weil die Leitungen in den Süden fehlen. Tschechien baut Netzsperren an der Grenze zu Deutschland, damit der überschüssige Strom von Windkraftanlagen nicht das tschechische Netz überschwemmt. Wirtschaft und Privathaushalte ächzen unter permanent steigenden Strompreisen.

Wenn jetzt der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien etwas eingeschränkt werden soll, sind das nur kosmetische Korrekturen an einer verkorksten Energiewende, die keine ist. Die Kanzlerin hat die Linie klar vorgegeben: Deutschland soll nicht wie andere Länder warten, bis Energiespeicher für die inkonstante Wind- und Sonnenenergie zur Verfügung stehen, sondern im weltweiten Alleingang möglichst schnell aus der Kohleverstromung aussteigen. Dabei hat erst kürzlich das EWI Energy Research Institut berechnet, dass der vorzeitige Kohleausstieg Deutschland 72 Milliarden Euro kostet. Zudem würden zusätzlich notwendige Gaskraftwerke und Stromimporte die deutsche Kohlendioxid- Einsparung wieder rückgängig machen.“

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