Dramatisch fallende Bewerberzahlen: Attraktivität der Polizeiausbildung erhöhen!

Zur Kleinen Anfrage (Drs. 6/11536) mit dem Titel „Bewerber für den Polizeidienst in den Jahren 2015-2017“ erklärt der Fragesteller und innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Sebastian Wippel:

„Sowohl für den mittleren als auch den gehobenen Dienst und die neu eingerichtete Wachpolizei sind die Bewerberzahlen in den letzten Jahren teilweise dramatisch gesunken. In der Nachwuchswerbung müssen wir deshalb einen Zahn zulegen. Dazu muss auch die Attraktivität der Ausbildung erhöht werden, indem z.B. für die Polizei-Anwärter Wohnungen gestellt werden. In anderen Bundesländern ist das gängige Praxis. Warum bei uns nicht?
Ich warne des Weiteren vor den Folgen der Entwicklung für die Qualität der Polizisten. Fielen 2015 noch 25 Prozent der Auszubildenden wegen fehlender persönlicher Eignung durch die Tests, waren es 2017 nur noch sechs Prozent. Möglicherweise geht man mit den Ansprüchen herunter. Das ist nicht hilfreich, weil die Polizeiarbeit anspruchsvoller und gefährlicher geworden ist.

Dem Konzept der Wachpolizei stellen die Antworten auf meine Kleine Anfrage ebenso kein gutes Zeugnis aus. Im Februar 2016 hatten wir 2.374 Bewerber. Im November 2017 meldeten sich dagegen lediglich noch 463 Interessenten. Wir sollten die Wachpolizei deshalb wie geplant auslaufen lassen.“
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

Bewerber Laufbahngruppe 1.2 (mittlerer Dienst): 2015 – 5.636, 2016 – 4.757, 2017 – 3.662 Bewerber. Rückgang: 35 %.
Laufbahngruppe 2.1 (gehobener Dienst): 2015 – 3.141, 2016 – 2.714, 2017 – 2.367. Rückgang: 25 %.
Wachpolizei: 2016 – 4.947, 2017 – 3.001. Rückgang: 39 %.

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