DNN vom 29./30.09.2018, Seite 5 - AfD Sachsen boykottiert Tag 24.de und Morgenpost

Chefredakteur von Tag24 und Morgenpost Robert Kuhne kritisiert die o.g. Boykottierung.

 

Hierzu meine eindeutige Stellungnahme: Dieser Schritt war aus meiner Sicht schon längst überfällig. Ich habe bereits 2015 meinen Kollegen im Sächsischen Landtag geraten, in dieser Weise zu verfahren. Hintergrund meiner Forderung von damals: Im Zuge des Einzugs der AfD in den Sächsischen Landtag wurden unwahre Behauptungen über meine Person, wie Besuch gemeinsamer Veranstaltungen mit der NPD und dass ich die Grenzen von 1937 anstreben würde, verbreitet.

Beides wurde zwar nach heftiger Intervention durch die AfD von der Morgenpost zurückgenommen, allerdings ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Denn man bezog sich auf das sogenannte Agentur-Prinzip, welches vereinfacht aussagt, wenn eine Mitteilung von einer Agentur kommt, muß diese nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.

Wer so schlampig und oder ideologisch im Nachrichtenbereich arbeitet, kann sich aus meiner Sicht nicht auf die Pressefreiheit berufen. Wenn angeblich die AfD an den Grundpfeilern der Demokratie sägt, wie Kuhn behauptet, sollte zuerst zur Kenntnis nehmen, daß es auch in der Demokratie nicht üblich ist, Falschmeldungen zu verbreiten. Oder anders gesagt mit dem alten deutschen Sprichwort,

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.“

Fazit: Berichten Sie wahrheitsgemäß, dann werden Sie auch wieder eingeladen.

 

Detlev Spangenberg, MdB

 

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