Bürokraten erdrücken alte Tradition: Nun gerät das Vogelschießen unter Beschuss!

Laut Dresdner Morgenpost setzt das Innenministerium derzeit eine Regelung aus dem Jahr 2012 durch, die bisher kaum öffentliche Beachtung fand. Demnach muss bei geplanten Dorf- oder Feuerwehrfesten, bei dem es das traditionelle Vogelschießen mit der Armbrust geben soll, vorher ein so genannter Sachverständiger einen eigens dafür vorgesehenen Schießstand und die dazugehörige Armbrust untersuchen und für tauglich befinden. Der Gutachter kostet laut „MoPo“ etwa 400 Euro.

Dazu erklärt der kommunalpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Gunter Wild aus dem Vogtland:

„Wenn man eine alte und oft praktizierte Tradition abwürgen möchte, dann ist diese Regelung ein Paradebeispiel dafür, wie man es erfolgreich durchzieht. Vereine oder Dorfbewohner planen oft am finanziellen Limit, wenn sie - meist ehrenamtlich - ein kleines Volksfest feiern wollen. Und nun kommt die Behörde und errichtet eine neue Schikane. Vogelschießen wird in den allermeisten Fällen mit stumpfen Pfeilen durchgeführt, die obendrein einen Gummipfropfen haben. Ich denke, dass mehr Verletzungen entstehen, wenn jemand über eine Bordsteinkante stolpert, als beim Vogelschießen. Wahrscheinlich ist diese Tradition aber irgendwelchen selbsternannten, politischen Friedenstauben zu militant, reaktionär oder rückwärtsgewandt und soll aus ideologischen Gründen geschliffen werden.“

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