Bürgergespräch Pflege am 9. September beim Tag der Ein- und Ausblicke im Deutschen Bundestag

Beim Tag der Ein- und Ausblicke am 9. September hatte der Bundestag auch zum Bürgergespräch Thema: „Wie weiter mit der Pflege“ eingeladen. Für die AfD stand MdB Detlev Spangenberg, Mitglied im Gesundheitsausschuss, Rede und Antwort.

356,8 Milliarden Euro beträgt der Gesamthaushalt des Bundes 2019, davon entfallen auf den Bereich Gesundheit 15,3 Milliarden. Etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr sollen für ein Sofortprogramm Pflege, für die Schaffung von 13000 Stellen bereitgestellt werden. Aufzubringen ab 2019 durch Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrags.

Spangenberg: „Ein Schwerpunkt der AfD bei diesem wichtigen Thema besteht darin, eine Sensibilisierung der Jugend für alte Menschen zu erreichen.“ Spangenberg weiter: Wie ich heute die alten Menschen behandle, so wird es mir selbst im Alter gehen. Er habe Bauchschmerzen, erwidert er auf eine Bürgerfrage zur Entwicklung der Privatisierung der Pflege, weil Gewinnerzielung oft mit Kosteneinsparung beim Fachpersonal verbunden und mit ungenügender Aufmerksamkeit für die zu Pflegenden ist. Eine Bürgerin ergänzt, Renditen würden auf dem Rücken der Pflegekräfte erwirtschaftet, oft durch unterdurchschnittliche Bezahlung.

Zur Forderung einer höheren Akademisierung in der Pflegeausbildung erklärt Spangenberg: „Wir brauchen nicht nur Häuptlinge, sondern auch Indianer, die die einfacheren Tätigkeiten ausführen. Wir müssen auch denen eine Chance geben, die nicht die Karriereleiter anstreben oder können. Diese Arbeitnehmer stellen ein großes Potential für den Bereich Pflege dar.

Er plädiere auch für mehr gesetzliche Kontrolle bezüglich angesprochener Missstände. Wer Kenntnis davon hat, solle auch den Mut aufbringen dies mitzuteilen.

 

 

Detlev Spangenberg, MdB

 

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