AfD Sachsen: Politische Korrektheit im Bäckerhandwerk angekommen!

Die AfD Sachsen hat die Umbenennung der Mohrenkopftorte in „Othellotorte“ durch das Lübecker Traditionscafé „Niederegger“ als armseligen Kotau vor der politischen Korrektheit kritisiert. „Wenn ein 211 Jahre altes Café eine seit über 50 Jahren gehandelte Spezialität umbenennt, weil sie einer Lehrerin ‚rassistisch‘ vorkommt, hat der ideologische Moralismus über die Tradition gesiegt“, erklärt Landesvize Thomas Hartung. „Hat sich eigentlich mal jemand gefragt, warum sich Jäger nicht diskriminiert fühlen, obwohl sie mit Jägerschnitzel oder Jägersoße auch kulinarisch herabgewürdigt werden? Dann müsste eine Mohrenapotheke jetzt auch ‚Othelloapotheke‘ heißen. Und was wird mit dem armen Mohrenkopfpapagei? Sowohl links wie rechts der Elbe nahm bis weit nach 1990 niemand an diesem und anderen Wörtern Anstoß. Ich frage daher zum wiederholten Male: Welches einschneidende historische Ereignis ist geschehen, das innerhalb einer nochmal nicht halben Generation solche Umwertungen rechtfertigen würde?“


Der Germanist verweist daneben auf den Nigerianer Andrew Onuegbu, der sein Kieler Restaurant in bestem Sprachbewusstsein „Zum Mohrenkopf“ nennt. „Onuegbu hat richtig erkannte, dass der Mohr im Mittelalter als Auszeichnung für gute Küche stand. Das zeigt, dass bei der ideologisch gewollten Verengung von Wortbedeutungen nicht mehr beachtet wird, für wen ein Ausdruck ‚beleidigend‘ oder ‚herabsetzend‘ sein könnte. Maßgeblich für sprachliche Bewertungen muss der Alltagsgebrauch der Sprachmehrheit sein, nicht die pseudomoralistischen Spinnereien Einzelner.“


Für Rückfragen:
Dr. Thomas Hartung
0178/5443426
thomas.hartung@afdsachsen.de

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