AfD Sachsen kritisiert Gleitzeitpädagogik: Bestrafung von Leistungsbereitschaft!

AfD Sachsen kritisiert Gleitzeitpädagogik: Bestrafung von Leistungsbereitschaft!

Die AfD Sachsen kritisiert die am Gymnasium Alsdorf (NRW) eingeführte Gleitzeitpädagogik als Abkehr vom Leistungsprinzip. „Die Erziehung der Kinder ist schon lange zum Experimentierfeld realitätsferner Weltverbesserer geworden; das rotgrüne Verständnis, wonach der Langsamste und Schlechteste der Maßstab sei, verbreitet sich weiter“, empört sich Generalsekretär Uwe Wurlitzer, zugleich schulpolitischer Sprecher der AfD‐Landtagsfraktion. „Schüler entscheiden zu lassen, ob sie zur ersten oder zweiten Stunde kommen wollen, öffnet einer Kuschelpädagogik Tür und Tor, die Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit oder Pflichtbewusstsein außen vor lässt.“
„Damit wird auch die Bereitschaft, sich für etwas mehr anzustrengen oder sich gar zu quälen, zur Mangelware“, so Wurlitzer weiter. „Das hat weder etwas mit Chronobiologie oder dem gewählten pädagogischen Konzept selbstorganisierter Wissensaneignung zu tun. Ohne entsprechende Disziplin funktioniert auch selbstorganisiertes Lernen nicht, da erhält man nur selbstorganisiertes Chaos. Man muss also nicht nach Schuldigen für schlechte Leistungen von Schülern suchen, die am Gymnasium ganz unabhängig von der Uhrzeit überfordert sind. So züchtet man im Gegenteil Egozentriker heran.“

Prinzip der Lebensvorbereitung außer Kraft gesetzt

Wurlitzer verweist weiter darauf, dass sich die Persönlichkeit in der Gemeinschaft entfaltet; das Einfügen in die Gesellschaft, das Akzeptieren von Randbedingungen Grundvoraussetzungen für Erfolg sind: „Später fragt diese Jugendlichen keiner, ob die Hochschule oder das Unternehmen wegen ihnen nicht lieber später beginnt. Laut WSI‐Report 19/2014 beziffert das Statistische Bundesamt den Anteil der Beschäftigten mit flexiblen Arbeitszeiten auf 36 Prozent, etwa ein Viertel arbeitet auf Basis von Zeitkonten und nur 10 Prozent mit Gleitzeitregelungen. 57 Prozent aller Beschäftigten arbeiten mittlerweile zumindest hin und wieder entweder nachts, im Schichtsystem oder am Wochenende.
Diese Kluft nicht von vornherein zu groß werden zu lassen sollte Anliegen der gymnasialen Oberstufe sein, nicht aber, sie zu vergrößern, indem man jeden Druck von den Schülern fernhält. ‚Per aspera ad astra’ ‐ schon Seneca wusste, dass die Mühsal vor dem Erfolg steht.“
Daneben befürchtet Wurlitzer, dass bei dem beschriebenen Modell Lehrerstunden eingespart werden sollen, da insgesamt weniger Lehrer mehr Kurse/Klassen unterrichten können. „Sechs Stunden in zwei Kursen/Klassen werden dann zu sechs Stunden in drei Lerngruppen, was mehr Vorbereitung und mehr Korrekturen bedeutet. Mit einem Wort: dieses Modell ist kontraproduktiv und trägt nur dazu bei, den Bildungsstandort Deutschland zu verschlimmbessern.“

Für Rückfragen:
Dr. Thomas Hartung
stellv. Landesvorsitzender/Kommunikation
0163/4013084
thomas.hartung@afdsachsen.de

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