AfD Sachsen: keine Beschönigung von Sexualverbrechen!

Die AfD Sachsen hat den Vorschlag der Journalistin Mithu Sanyal scharf kritisiert, Vergewaltigungsopfer künftig als „Erlebende“ zu bezeichnen. „Dieser groteske Vorschlag lässt die Gewalt aus dem Sprachgebrauch verschwinden“, empört sich die mittelsächsische Kreisrätin Andrea Kersten (MdL). „Sexuelle Gewalt ist aber kein Erlebnis, sondern ein Verbrechen. Solcherart Sprachgebrauch deutet die Tat euphemistisch zum Erlebnis ähnlich einem Konzertbesuch oder einem Urlaub um. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Betroffenen zumal nach den Silvester-Vorgängen in Köln. Hier sind sämtliche ethischen Maßstäbe zugunsten abstrakter ‚Wertungsfreiheit‘ außer Kraft gesetzt.“


Für Kersten liegt der Schluss nahe, dass der Vorschlag dahin ergänzt werden könnte, auch die Vergewaltiger so zu nennen. „Schließlich erleben die doch auch was, oder? Sollen die Opfer, die eine U-Bahn-Treppe heruntergetreten wurden, dann ‚Beförderte‘ heißen? Und soll die ermordete Maria L. aus Freiburg als nicht mehr lebende Erlebende, ja als ‚Beendete‘ gelten? Ein solches Sprachverständnis ist abartig und mit der AfD nicht zu machen. Wer diese Straftaten so bezeichnen will, spielt sie herunter und ist gleichfalls Verbrecher zu nennen. Gern unterzeichne ich den ‚Offenen Brief‘ dagegen und fordere die Frauen in der AfD auf, das auch zu tun!“


Für Rückfragen:
Dr. Thomas Hartung
0178/5443426
thomas.hartung@afdsachsen.de

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