Im Fall von Neuwahlen: Landgraf fährt Achterbahn

Im Fall von Neuwahlen: Landgraf fährt Achterbahn

Unter der oben stehenden Überschrift berichtete die Leipziger Volkszeitung in der Ausgabe Borna/Geithain vom 31.01.2018 über eine mögliche Kandidatur der CDU-Bundestagsabgeordneten im Falle von Neuwahlen (siehe hier). In der Online-Ausgabe wurde diese Überschrift dann entschärft (siehe hier). Demnach hält sich Frau Landgraf diese Entscheidung offen.

In Sachsen ging die AfD am 24. September 2017 mit 27 % als Sieger hervor. Die CDU verlor fast 16 % ihrer Wählerstimmen und belegte nur noch Platz 2. Im Landkreis Görlitz holte der Handwerksmeister Tino Chrupalla das Direktmandat für die AfD und Michael Kretschmer (CDU) verlor sein Bundestagsmandat. Genau diesen Michael Kretschmer kürte die Sachsen-CDU zum Parteivorsitzenden als Kapitän Tillich das sinkende Schiff verlassen hatte, um ihn später mit Unterstützung der sozialdemokratischen 10,5-Prozent-Partei auch zum Ministerpräsidenten zu wählen.

Im Landkreis Leipzig gewann Frau Landgraf zwar das Direktmandat, musste aber im Vergleich zu 2013 ebenfalls ca. 16 % der Stimmen abgeben. Nachdem in Berlin Merkel, Seehofer, Hofreiter und Lindner an einer Koalition namens einer Republik in der Karibik gescheitert sind, hat man wohl auch bei der Kreis-CDU dem Mut und die Hoffnung auf eine Große Koalition verloren. Anders lässt sich die Talfahrt nicht erklären.

Im ländlichen Raum hat die CDU-geführte Kreisverwaltung viele Probleme nicht gelöst. Der Zustand der Kindergärten und Schulen lässt zu wünschen übrig, vom Lehrermangel ganz zu schweigen. Vom oft beschworenen Ausbau des schnellen Internets ist kaum etwas zu spüren. Viele Gaststätten mussten in den letzten Jahren schließen. Einige Dörfer sind nicht an den Nahverkehr angeschlossen.

Durch fehlende Infrastruktur aber auch ständig höheren Abgaben wie Grundsteuer, Kosten für den Trink-und Abwasseranschluss oder wie ganz aktuell die Gewässerunterhaltungsabgabe. Das Leben auf dem Land wird dadurch zunehmend teurer. Auf der anderen Seite stehen Kosten für den Umbau des ehemaligen beruflichen Gymnasiums in Espenhain zur Flüchtlingsunterkunft mit mehr als 2 Millionen Euro zu Buche.

Bei eventuellen Neuwahlen zum Bundestag, aber auch zur Kommunal- und Landtagswahl im kommenden Jahr wird der AfD-Kreisverband Landkreis Leipzig mit eigenen Kandidaten (Parteimitgliedern und parteilosen Kandidaten) und eigenem Wahlprogramm antreten.

MUT ZU SACHSEN!

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