8. Bundesparteitag der AfD in Hannover

8. Bundesparteitag der AfD in Hannover

Wie immer wenn man einen Bundesparteitag der AfD besucht, garantiert zeitiges Erscheinen eine sichere Ankunft am Tagungsort. Das traf auch dieses Mal zu. Denn die Gegendemonstranten, die aufgrund ihres jugendliches Alters, der schwarzen Kleidung und durch das Tragen von Antifafahnen und ähnlichen Bannern gut zu erkennen waren, sammelten sich schon ca. 2 Stunden vor dem offiziellen Beginn um 10:00 Uhr.

Das Kongresszentrum der Stadt Hannover lag etwas abseits und wäre im Grunde gut erreichbar gewesen, wenn man nicht zur eigenen Sicherheit ein paar Umwege hätte in Kauf nehmen müssen. Es sei an dieser Stelle den vielen Polizeibeamten herzlich gedankt, die dafür gesorgt haben, dass es seitens der Antidemokraten vom schwarzen Block nur zu wenigen tätlichen Angriffen auf AfD-Delegierte kam. Und trotzdem ist jeder dieser Angriffe einer zu viel!

Mit einiger Verspätung durch die angespannte Lage rund um den Veranstaltungsort begann der Parteitag ebenfalls wie immer mit einer Vielzahl von abzuarbeitenden Formalien, wie z.B. der Wahl der Versammlungsleiter, Protokollführer und  Mandatsprüfungskommission. Eine Tagesordnung konnte dann kurz vor der Mittagszeit auch verabschiedet werden.

Den ersten Höhepunkt des Parteitages bildete dann die Eröffnungsrede des alten und neuen Bundessprechers Jörg Meuthen Er schilderte eindrucksvoll die aktuelle Situation in Deutschland und in der AfD – eine Partei, die „erwachsener, reifer und klüger“ geworden sei. Ganz in diesem Sinne verlief der gesamte Parteitag, es ging alles sehr geordnet und diszipliniert über die Bühne. Das von den Medien teilweise beschriebene Chaos oder gar ein Eklat war für die anwesenden Delegierten beim besten Willen nicht erkennbar.

Neben dem Tätigkeitsbericht des Vorstandes und des Schatzmeisters sowie des Berichtes der Rechnungsprüfer stand die Neuwahl des Bundesvorstands im Mittelpunkt des Parteitages und füllte einen Großteil der beiden Tage aus. Im Ergebnis kann die AfD nun zufrieden auf einen neuen, gut aufgestellten Vorstand blicken, von dem angesichts seiner Mitglieder eine effektive und kompetente Arbeit zu erwarten ist.

Jörg Meuthen wurde in seinem Amt bestätigt und wird dieses nun für zwei weitere Jahre innehaben. In die von den Mitgliedern zuvor beschlossene Doppelspitze wurde Alexander Gauland gewählt, der bislang das Amt des stellvertretenden Sprechers ausführte. Er stellte sich zur Wahl, nachdem zuvor in zwei Wahlgängen keiner der beiden Kandidaten die erforderliche Mehrheit holte.

Als stellvertretende Sprecher wurden der Berliner Fraktions- und Landeschef Georg Pazderski sowie die Bundestagsabgeordneten Kay Gottschalk aus Nordrhein-Westfalen und Albrecht Glaser aus Hessen gewählt.

Der Bundesschatzmeister Klaus-Günther Fohrmann wurde in seinem Amt bestätigt. Als sein Stellvertreter erhielt der Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann aus Sachsen-Anhalt das Vertrauen der Delegierten.

Zum Schriftführer wurde der stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung „Christen in der AfD“, Joachim Kuhs gewählt.

Des Weiteren wählte die Versammlung sechs Beisitzer im Bundesvorstand: Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, wird wie zuvor erneut als Beisitzerin vertreten sein. Ihren Ausruf der „Merkeldämmerung“ honorierten die Delegierten mit „standing ovations“.

Ebenso wie auch die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, die erneut als Beisitzerin dem AfD-Bundesvorstand angehören wird. Der Essener Guido Reil überzeugte die Abstimmenden als dritter Beisitzer, vierter Beisitzer wurde der brandenburgische AfD-Fraktionschef Andreas Kalbitz. Der niederbayerische Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka bringt sich als fünfter Beisitzer für Bayern im Bundesvorstand ein. Als letzter Beisitzer erreichte der brandenburgische AfD-Landtagsabgeordnete Steffen Königer die erforderliche Stimmenanzahl.

Innerhalb des Bundesvorstandes sind sämtliche Mitglieder gleichberechtigt. Unser Vertreter aus Sachsen, Heiko Hessenkemper, der sich ebenfalls für ein Amt im Bundesvorstand vorstellte, kam leider nicht zum Zuge.

Wir wünschen dem neuen Vorstand eine gute und konstruktive Zusammenarbeit, mögen die gewählten Vertreter unsere gute Sache weiter voranbringen.

 

 

 

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